In Österreich gibt es eine Vielzahl von Rechtsvorschriften, die sich mit verschiedenen Aspekten des Arbeitsrechts befassen. Zentraler Gesetzgeberim österreichischen Arbeitsrecht ist jedoch das Arbeitsverfassungsgesetz (ArbVG). Dieses Gesetz regelt die kollektive Interessenvertretung auf beiden Seiten der Industrie auf und über der Unternehmensebene sowie Tarifverhandlungen. Im Einzelhandel wird dies bis zu zehn Monate auf Zeiten der Hospizbetreuung (d.h. Endbetreuung für nahe Verwandte und Betreuung schwerkranker Kinder) ausgedehnt; in mehreren anderen Bereichen (z. B. im privaten Sozial- und Gesundheitswesen) wird dies auf Phasen des Pflegeurlaubs ausgedehnt (Anerkennung für Ansprüche, die von der Dienstzeit von bis zu 24 Monaten abhängig sind). Teilzeitarbeit in Österreich ist gesetzlich (Arbeitszeitgesetz) als jede Beschäftigung definiert, bei der die vereinbarte Wochenarbeitszeit im Durchschnitt unter der gesetzlich, tarifvertraglich oder baulichen Regelarbeitszeit liegt. Nach dem Günstigkeitsprinzip können Tarif- und Betriebsvereinbarungen nur eine kürzere normale Arbeitszeit vereinbaren. Seit 2007 (Änderung des Arbeitszeitgesetzes) wurde ein erhöhter Lohnsatz von 25 % für zusätzliche Arbeit (auch innerhalb der normalen Arbeitszeit) eingeführt. Zusätzliche Arbeit wird bis zur Grenze der normalen Arbeitszeit (40 Stunden pro Woche) definiert, daher beginnen die Überstundenvergütungssätze in der Regel über die 40-Stunden-Grenze hinaus, so dass die Änderung einen verbesserten Lohnsatz für Teilzeitarbeit unterhalb der 40-Stunden-Grenze eingeführt hat. Konsultations- und Mitbestimmungsrechte; Abschluss einer Betriebsvereinbarung mit dem Management in sozialen Fragen (nicht in Lohnfragen) Eine FORBA-Studie aus dem Jahr 2018 über die Verbreitung und die Auswirkungen einer selbstverwalteten Arbeitsorganisation auf die Arbeitsbedingungen mit besonderem Schwerpunkt auf der Arbeitszeit ergab, dass die Mehrheit der Arbeitnehmer bei der Gestaltung der Arbeitszeit noch wenig Autonomie hat.

Es lassen sich jedoch große Unterschiede je nach dem höchsten Bildungsniveau finden. Arbeitnehmer mit relativ niedrigem Bildungsniveau sind häufiger an feste Arbeitszeiten gebunden, und Diejenigen mit einem hohen Bildungsniveau finden im Durchschnitt viel mehr Möglichkeiten, ihre Arbeitszeit selbst zu organisieren. Selbstverwaltete Arbeitszeiten sind jedoch in der Regel mit längeren Arbeitszeiten und mehr arbeitsbedingten Belastungen verbunden. Auf der anderen Seite berichten arbeitnehmermehr Zufriedenheit mit der Arbeitszeitorganisation, wenn sie mehr Autonomie haben. Zusammenfassend lassen sich zusammenfassen, dass selbstverwaltete Arbeitszeiten das Potenzial haben, sowohl die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu erhöhen als auch die schützende Rolle der Arbeitszeitregelungen in Frage zu stellen.