Die öffentlichen Mittel werden von den Bundesministerien für Bildung und Forschung, Wirtschaft und Energie, Arbeit und Soziales, der Bundesagentur für Arbeit und den Ländern bereitgestellt. Diese Ausgaben sind an die Entwicklung, Verbesserung, Durchführung und Förderung der Lehrlingsausbildung gekoppelt, z. B. über Förderprogramme oder Beratungs- und Beratungsmaßnahmen. Die Gesamtausgaben der öffentlichen Lehrstellen belaufen sich 2017 auf 6,84 Milliarden Euro (Datenreport 2019). Je nach finanzieller Situation können Lehrlinge, die eine schulische Ausbildung absolvieren, nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) finanzielle Unterstützung (Ausbildungsförderung) in Anspruch nehmen. Über den Haushalt der Bundesagentur für Arbeit (2016: 310 Millionen Euro) unterstützt der Bund lehrlinge, die sich in betrieblicher oder außerbetrieblicher Berufsausbildung befinden, in Form eines Ausbildungsstipendiums (Berufsausbildungsbeihilfe). Tatsächliche Ausgaben 2018: 279,19 Millionen Euro. Die Unternehmen beteiligen sich freiwillig an der Lehrlingsausbildung und tragen deren Kosten. Die Unternehmen schließen mit ihren Auszubildenden einen Lehrvertrag ab und zahlen ihnen eine tarifvertragliche Vergütung. Der durchschnittliche Freibetrag lag 2018 bundesweit bei 908 Euro brutto pro Monat (Datenreport 2019; S. 266). Die Personalkosten für die Auszubildenden nehmen mit durchschnittlich 62 % der betrieblichen Ausbildungskosten den überwiegenden Anteil ein.

Wenn ein Unternehmen auf eine betriebliche Ausbildung verzichtet, hat es keine Abgaben zu zahlen. Nur im Bausektor finanzieren alle Unternehmen einen Branchenausbildungsfonds, der Denausbildungsbetrieben zugute kommt. Es gibt häufig Forderungen – insbesondere von den Gewerkschaften –, dieses Modell auf andere Branchen auszudehnen oder eine allgemeine Ausbildungsabgabe einzuführen. Weitere Informationen zur beruflichen Bildung und beruflichen Bildung finden Sie in der Broschüre über Rechte und Pflichten während der Berufsausbildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Kontakt- und Servicestelle für Fragen zur Qualitätssicherung und Weiterbildung ist der deutsche Referenzpunkt für Qualitätssicherung in der Berufsbildung (Deutsche Referenzstelle für Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung, DEQA-VET) am Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Junge Menschen können sich über die Berufsberatungsdienste der Arbeitsagenturen über Karrieremöglichkeiten informieren. Sie können sich auch über die Karriere-Planet-Website (planet-beruf.de) der Bundesagentur für Arbeit (BA) informieren. Auf der Grundlage eines Beschlusses der Sozialpartner führte der Bausektor 1976 eine Ausbildungsabgabe ein.

Alle Unternehmen des Sektors müssen die Abgabe zahlen. Der Betrag wird im Tarifvertrag geregelt. Die Abgabe wird zur Finanzierung aller betrieblichen Ausbildungen und eines großen Teils der betrieblichen Ausbildung verwendet.